Branchenlösungen

Vorfeldsicherung mit mobilem Betafence-Sicherheitszaun

Die massiven Publifor-Zaunelemente mit stahlummanteltem Betonsockel
trennen ein Areal nach ICAO-Vorgaben vom Sicherheitsbereich des Vorfeldes ab

Der Flughafen Bremen setzt bei der Vorfeldsicherung nach den Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO auf ein mobiles Sicherheitszaunsystem von Betafence. Eine insgesamt rund 200 Meter lange Strecke mit massiven Zaunelementen vom Typ Publifor trennt ein Areal vor dem Lufthansa Aviation Training Center vom Sicherheitsbereich des Vorfeldes ab. Errichtet wurde die flexible Anlage von einem lokalen Zaunbauunternehmen.

Der neue Sicherheitszaun markiert die Grenze zwischen zwei unterschiedlichen Bereichen des Flughafens, die nach den internationalen Regeln der Luftsicherheit und dem deutschen Luftsicherheitsgesetz durch bauliche Maßnahmen bzw. Zugangskontrollen besonders gesichert werden muss. Nach einem Mobilzaun als Interimslösung hatte der Flughafen 2019 ein dauerhaftes, aber möglichst flexibles System gesucht, das bei Bedarf an veränderte Bedingungen angepasst werden kann.

Als Lösung entschied sich der Flughafen für das Publifor-System von Betafence. Das äußerst widerstands­fähige, bewegliche Zaunsystem ist für die temporäre oder zusätzliche Absicherung von Objekten und Veranstaltungen konzipiert. Die rund 2,4 Tonnen schweren, 2,50 Meter hohen Einzelelemente bestehen aus einem massiven, mit Beton gefüllten Stahlsockel und einem robusten Rahmenprofil mit ein- oder beidseitig montierten Gittermatten. Die Elemente lassen sich per Gabelstapler transportieren und ohne Bodenfundamente zu einer massiven Zaunanlage verbinden. Die in Bremen errichtete Anlage ist mit einer stabilen Gittermatte vom Typ Nylofor 3D mit Profilierung ausgeführt und zusätzlich mit V-Auslegern und S-Draht-Rolle als Übersteigschutz gesichert. Sie entspricht damit den Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO.

Errichtet wurde die Anlage im April 2019 vom lokalen Bremer Zaunbau­unternehmen Draht Dressel. Das Projektmanagement lag bei Betafence. Da die mobilen Elemente fertig vormontiert sind und keine Fundamente erfordern, dauerte der Aufbau nur wenige Tage, was den Sicherheitsaufwand während der Bauphase erheblich vereinfachte. Errichtet wurden zwei etwa 120 bzw. 80 Meter lange Zaunstrecken, die den Betriebsbereich des Lufthansa Aviation Training Center von der Luftseite abgrenzen. Für den Zugang von Fluggerät zum Vorfeld bleibt lediglich ein schmaler Korridor frei, der über Sicherheitspersonal bzw. Videotechnik kontrolliert wird.

„Wir sind mit der Lösung sehr zufrieden“, erklärt Jörg Wällering, Head of Airport Security am Flughafen Bremen. „Sie bietet einerseits an der kritischen Grenze zwischen den zwei unterschiedlichen Bereichen der Luftseite die erforderliche Sicherheit und entspricht den Vorgaben der ICAO. Andererseits ist sie aber auch flexibel und gibt uns die Möglichkeit, die Zaunstrecke ohne großen Aufwand anzupassen, wenn sich Betriebsbereiche oder gesetzliche Vorgaben ändern. Diese Flexibilität war bei der Entscheidung für dieses System ein wichtiges Kriterium.“

Das Publifor-System wird unter anderem auch am Flughafen München und bei zahlreichen weiteren Projekten für die zusätzliche temporäre Sicherung von Flug- und Seehäfen, Bahnhöfen, kritischen Infrastrukturen und Großveranstaltungen eingesetzt.

Der Flughafen Bremen ist mit 2,5 Millionen Fluggästen pro Jahr eine wichtige Anbindung der Region an die großen europäischen Drehkreuze und zahlreiche Destinationen im In- und Ausland. Derzeit fliegen 12 Airlines rund 30 Nonstop-Ziele in Europa, Nord-Afrika und Asien an. Der Flughafen ist von der Bremer City aus in elf Minuten per Straßenbahn zu erreichen und bietet Geschäftsreisenden und Urlaubern kurze Wege.

Bildquelle Bild: Flughafen Bremen

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Redaktion Prosecurity

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