IT-Sicherheit

Ob Airbus oder Außenministerium – Wichtige Einrichtungen im Fadenkreuz der Hacker

Im Jahr 2019 seien sieben Millionen versuchte Angriffe auf das Berliner Landesnetz registriert worden, sagte der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) Anfang Februar in einem Interview mit dem RBB-Inforadio. Angesichts des „erheblichen Drucks“ plädierte Geisel für bessere technische Vorkehrungen und mehr Sensibilisierung von Beschäftigten. Vor dem in Berlin stattfindenden Europäischen Polizeikongress hat der Senator zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen Cyberkriminalität aufgefordert. Wenige Tage zuvor war in der Presse noch gemeldet worden, dass der IT-Angriff auf das Berliner Kammergericht in seinem ganzen Ausmaß noch nicht erfasst worden ist.

Am 25. September vergangenen Jahres hatten Frühwarnsysteme des landeseigenen IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) auf den Rechnern des höchsten Berliner Gerichts verdächtige Datenströme bemerkt, die aus der Justizbehörde in das Berliner Landesnetz flossen. Rund eine Woche später ziehen Techniker die Notbremse. Das komplette IT-System des Gerichts wird vom Netz getrennt. Die Mitarbeiter des Kammergerichts können damit nicht mehr auf ihre E-Mails und andere gespeicherten Daten zugreifen. Internet und Intranet können nicht mehr benutzt werden. Am 8. Oktober heißt es dann, der Trojaner „Emotet“ habe die Gerichtscomputer infiziert, es sei jedoch ein Übergreifen auf andere Systeme der Berliner Verwaltung verhindert worden.

500 Computer müssen ausgetauscht werden

Nach vorübergehenden Beschwichtigungen der Behörde, teilte Ende Oktober 2019 Gerichtspräsident

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