Sicherheitstechnik

Detektion und Abwehr von unbemannten Flugobjekten

Drohnendetektionssysteme bieten Sicherheit in neuer Dimension

Zwischenfälle mit Drohnen verursachen an Flughäfen und auch anderenorts Ausfälle und Schäden. Doch es gibt effektive Lösungen, solche Gefahrensituationen zu vermeiden. Securiton hält für ein breites Anwenderumfeld höchst zuverlässige Drohnendetektionssysteme bereit. Diese detektieren neben dem unbemannten Flugobjekt selbst auch die Person mit der Fernsteuerung.

Veröffentlichte Zahlen der Deutschen Flugsicherung zeigen auf, dass 2018 am Frankfurter Flughafen insgesamt 31 Behinderungen durch Drohnen erfolgten. Die Zahlen geben weiter darüber Auskunft, dass bundesweit 158 Behinderungen durch Drohnen registriert wurden. Vielen Drohnenführern ist das enorme Sicherheitsrisiko, das von ihnen und ihren unbemannten Flugobjekten ausgeht, derzeit noch nicht bewusst. Und für das Sicherheitspersonal an den Flughäfen besteht das Problem, dass Drohen für die vorhandenen Radargeräte nicht sichtbar sind. Darüber hinaus kann es neben versehentlichen Beeinträchtigungen durchaus auch zu echten Angriffsszenarien kommen.

Securiton bietet umfassende und wirksame Drohnendetektionssysteme für jegliche Anwendungsumfelder, in welchen Drohnen von einem Piloten oder autonom über Wegpunkte gesteuert werden, in Höhen bis zu den erlaubten 100 Metern und mehr. Ob Vogel, Ballon oder Flugdrache – das Drohnendetektionssystem lässt sich im Gegensatz zum menschlichen Auge nicht täuschen und filtert die relevanten Informationen heraus. Übrig bleibt nur das Signal des Unmanned Aircraft System (UAS). Auf Monitoren wird die Flugbahn exakt abgebildet, verschiedene Kamerablickwinkel können zugeschaltet werden. Sogar vor dem Abheben der Drohne erscheint die Position der aktivierten Fernbedienung in Echtzeit auf dem Bildschirm. Werden zwei oder mehr Antennen zu einem Netzwerk verbunden, können Drohnen per Triangulation noch genauer geortet werden.

Den Himmel immer im Blick

Drei Antennen lokalisieren, klassifizieren und identifizieren das Fluggerät lückenlos mittels hochfrequenter Signale, mit denen die Drohne und die Fernbedienung kommunizieren. Die Systemlösung sendet selbst keine Funksignale. Abstand, Höhe und Geschwindigkeit werden als Geokoordinaten auf Monitoren visualisiert. „Ein Radar hat immer einen sogenannten Blind Spot, in dem Objekte nicht detektiert werden können. Die Drohne kann darüber hinweg fliegen oder darunter durchtauchen. Unser System SecuriLocate AARTOS DDS deckt einen Radius von 360 Grad komplett ab“, erklärt Securiton-Produktmanager Jochen Geiser. Die visuelle Detektion ist bis zu einer Entfernung von 100 Metern möglich, die akustische ist mit 200 Metern schon etwas besser, aber das Drohnendetektionssystem kann Flugobjekte bereits in einer Entfernung von 3.000 bis 7.000 Metern ausmachen (abhängig von der Sendestärke der Drohnenfernbedienung). Es ermöglicht die sehr frühe Sichtung eines Flugobjektes, um so rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dies betrifft nicht nur Haftanstalten, sondern beispielsweise auch öffentliche Bauten, Industrieareale, Flughäfen oder kerntechnische Einrichtungen. Oft nicht bedacht wird das Ausspähen von Privatanwesen. Doch gerade exponierte Personen, wie Politiker, Konzernvorstände und Vermögende, möchten ihre Privatsphäre auch über ihrem Grundstück geschützt wissen.

Lieferung umfassender Informationen

Die punktgenaue Lokalisierung mit HF-Sensorik ortet im Umkreis von bis zu sieben Kilometern unerwünschte Flugobjekte und erkennt Steuerungssignale und Video-Feeds. Sie liefern dem Anwender sogar Informationen über die Marke und das Modell der Drohne. Eine Datenbankabfrage gibt Auskunft über das maximale Transportgewicht. So kann der Nutzer schon im Voraus Rückschlüsse daraus ziehen, ob es ein kleines Objekt ist, das vielleicht nur Drogen schmuggelt, oder gar ein Schwergewicht mit beispielsweise fünf Kilo Sprengstoff an Bord.

Das passende System für jeden Einsatz

Ein Einzelsystem besteht aus mindestens einer Antenne und einem stationären Spektrumsanalysator. Es lässt sich auch mit mehreren Systemen zu einer Grid-Lösung zusammenschließen. Die gewonnenen Informationen werden in der Oberfläche des Videosicherheitssystems IPS VideoManager von Securiton dargestellt. Für die gleichzeitige Echtzeit-Detektion über mehrere Bänder kann eine ultrabreitbandige UWB-Einheit dazukommen. Die höchste Ausbaustufe für kritische Infrastrukturen wie Flughäfen oder Justizvollzugsanstalten kann ganze Schwärme erkennen und war schon beim Nato-Gipfel in Brüssel und beim Treffen von Donald Trump mit Kim Jong Un im Einsatz. Das kleinste Drohnenortungsgerät am Markt hingegen warnt das Sicherheitspersonal vor Fluggeräten per Ton, blinkendem LED-Licht und Vibration in einer Entfernung von zwei Kilometern. Es ist tragbar und passt bequem in jede Schutzweste oder an einen Rucksackriemen.

Entscheidungen für die Systemlösung sind mancherorts bereits gefallen: Als erstes Land der Welt installiert Oman das weltweit erste voll funktionsfähige Drohnenerkennungssystem AARTOS DDS am internationalen Flughafen Maskat. Der englische Flughafen Heathrow hat sich ebenfalls für die Installation von AARTOS DDS entschieden.

Intelligente Systemvernetzung

Oft ist die Kombination von Drohnendetektion mit Perimetersicherung anhand von Videobildanalysen sinnvoll. So können Erfassungs- und Alarmzonen definiert und von Anwendern mit unterschiedlichen Reaktionsszenarien belegt werden. Die intelligente Software kann Freund von Feind unterscheiden, indem sie wiederkehrende Personen erkennt. Sie unterscheidet Tiere von Menschen, überwacht sich selbst vor Sabotageakten und reduziert unerwünschte Alarme auf ein Minimum. Dem Schutzpersonal bietet sie gute Orientierung auf einer intuitiv bedienbaren Nutzeroberfläche. Verschleierung sorgt für die datenschutzkonforme Anwendung (DSGVO). Zu Drohnendetektion und Videosicherheitssystem kann auch ein Zaundetektionssystem geschaltet werden, das automatisch vor unerlaubtem Eindringen warnt und Positionsdaten übermittelt.

(Bildquelle Securiton GmbH)

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Redaktion Prosecurity

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