Spitzengespräch

“Strategien gegen Gefahren, die wir noch gar nicht kennen”

Mit Hermann Kühne, Leiter Unternehmenssicherheit der Berliner Wasserbetriebe, sprach Peter Niggl

Security insight: Herr Kühne, für den großen Stromausfall kennt man den Begriff des Blackouts, für den Ausfall der Wasserversorgung gibt es offensichtlich keine Bezeichnung. Weil es noch nie passiert und auch undenkbar ist?

Hermann Kühne: Vielleicht, weil es tatsächlich undenkbar erscheint. Wir müssen aber feststellen, dass beides eng zusammenhängt. Wenn es tatsächlich zu dem befürchteten und durchaus nicht unrealistischen Zusammenbruch der Stromversorgung in Europa kommt, wäre auch die Wasserwirtschaft betroffen. Dieser Gefahr vorzubeugen ist heute eine unserer wichtigsten Aufgaben. Wenn wir vom großen Blackout sprechen, gehen wir davon aus, dass es mindestens eine Woche, eher sogar zehn Tage dauern würde, bis die Stromversorgung wieder hergestellt ist. Es ist nicht vorstellbar, dass die Menschen hierzulande einen solchen Zeitraum ohne Wasserversorgung überstehen können. Das Betriebsrisiko, einen völligen Stromausfall zu erleben ist also elementar. Deshalb haben wir auch ein Notstromkonzept entwickelt und üben auch den Ernstfall. Im Falle eines Blackouts würde zwangsläufig die Wasserentnahme drastisch sinken

Sicherheit braucht Information

Mit einem Abonnement haben Sie für einen Monat Zugriff auf alle Premium Beiträge.

Kosten Monatsabonnement: EUR 2,95

Jetzt Monatsabo beginnen


Bereits abonniert?
Anmelden und Artikel lesen

Avatar

Redaktion Prosecurity

Die ProSecurity Publishing GmbH & Co. KG ist einer der führenden deutschen Sicherheitsfachverlage. Wir punkten mit fachlicher Kompetenz, redaktioneller Qualität und einem weit gespannten Netzwerk von Experten und Branchenkennern

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben