Unternehmenssicherheit

Von Extrembergsteiger und Paralympics-Teilnehmern lernen

Technisches Symposium “Security in Motion” in Hamburg

“Security in Motion oder jede Event-Sicherheit” – schon der Titel hatte großes Interesse geweckt. Aber noch mehr hat die Zusammenstellung der ganz unterschiedlichen Themen die Leute neugierig gemacht. Genauso unterhaltsam und professionell präsentiert von Referenten wie dem italienischen Extrembergsteiger Reinhold Messner. Der Fokus liegt auf der Komplexität und Veränderbarkeit von Risiken und Sicherheitsbedürfnissen.

Um dieser Dynamik zu begegnen und eine angemessene, angepasste Neuausrichtung der Sicherheit zu entwickeln, muss der Sicherheitsspezialist “agil” sein und die sich ständig ändernden Risiken von verschiedenen Seiten berücksichtigen. Es ist hilfreich, sich auch mit den verschiedenen Risikobewertungen und dem Risikomanagement zu befassen, zum Beispiel mit denen eines Reinhold Messner. Messner ist, wie er selbst sagt, in Regionen gezogen, die nicht für Menschen gemacht sind. Die Akribie, mit der Eventualitäten und Risiken einer Expedition in die Berge oder zum Südpol analysiert und trainiert werden müssen, lässt sich auf alltägliche Prozesse übertragen.

Die Perspektive des Politikwissenschaftlers Dr. Alexander Straßner von der Universität Regensburg gab einen besonderen Einblick in das sich wandelnde Zusammenleben. Dr. Straßner blickt – wie er sagt – “in den menschlichen Abgrund”. Er analysiert objektiv das sich abzeichnende Sozialverhalten von Mensch und Gesellschaft, um Bedrohungen, Risiken und Sicherheitsbedürfnisse zu untersuchen.

Dr. Stefanie Frey und Michael Bartsch von der Deutor Cyber ​​Security Solution GmbH veranschaulichten die revolutionären Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Benutzersicherheit durch die fortschreitende Digitalisierung, den Transfer von der realen in die vorstellbare Welt des Cybers.

Der Einsatz von „Künstlicher Intelligenz“ spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das von Jan Frenzel und Matteo Grella vorgestellte Tool der Exop GmbH kann bereits eigenständig Informationen aus dem Internet nach Sicherheitsvorfällen durchsuchen und diese zeitnah in verschiedenen Berichten zu ein und demselben Ereignis zusammenfassen und in einem Satz darstellen. Die automatisierte Übersetzung und Weiterleitung von Informationen an eine für Reisende geeignete App ist bereits für Unternehmen mit hohen Reisebedürfnissen ein interessantes Werkzeug.

Dr. Josef Erlacher hatte eine ganz andere Perspektive. Der Geschäftsführer von IFK Consulting und als stark sehbehinderter Mehrfachteilnehmer bei den Paralympics im Abfahrtslauf erläuterte seine „Sicht“ auf den Umgang mit Risiken. Mit seinem Fünf-Finger-Modell vermittelte er eine einfache und stets bereite Matrix der Grundvoraussetzungen für den Erfolg eines Projekts. Unter den Stichworten “Begeisterung, Zielsetzung, Mut, Beziehungen und das richtige Werkzeug” erläuterte er eine allgemeine Vorgehensweise.

Schließlich stellten Dr. Rechenbach (ehemals Leiter Katastrophenschutz Hamburg) Matthias Brose (Sicherheitschef Schaeffler Gruppe) und Ralf Martin Meyer, Polizeipräsident Hamburg, die Herausforderungen der Zukunft für die Sicherheitsbranche.

Fazit von Felix Timtschenko, Gründer von Security in Motion: “Es war eine sehr erfolgreiche Veranstaltung, wir haben ein großartiges Feedback von Teilnehmern und Referenten erhalten und werden im nächsten Jahr weiterentwickelt und von vorne beginnen.”

www.fachwerkstatt-sicherheit.de

Bildquelle: Sicherheitswerkstatt

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Redaktion Prosecurity

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